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PostPosted: Wed Apr 01, 2009 11:27 am 
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Hallo Gerd

Die Kapseln auf Deine Fotos kamen mir irgendwie bekannt vor, habe in meinem Fundus auch so ähnliche ausgegraben: RFT DK323 steht als Typbezeichnung drauf. Ich glaube mich zu erinnern, daß die mal bei Oppermann zu haben waren.
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Habe die Impedanz gemessen und wie man sieht, ist die Kurve nicht ganz so harmonisch, wie bei Deinen.
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Am Detektor sind sie etwa genauso laut, wie mein bester "Blech"-Kopfhörer. An die Kyocera-Kapseln reichen sie aber bei weitem nicht heran, die sind wesentlich empfindlicher.

_________________
Beste Grüße
Hagen


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PostPosted: Wed Apr 01, 2009 3:01 pm 
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Joined: Thu Jul 19, 2007 4:02 pm
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Hallo,

im Gegenteil, Deine ist wesentlich glatter. Nimm mal einen logarithmischen Maßstab für die Impedanz ;-)

Der Buckel in meiner Kurve geht bis 270 Ohm. Aber das wird auch der grund sein, daß deine relativ leise sind. Man kann immer nur eins, guten Wirkungsgrad oder große Bandbreite. Durch das Bedämpfen der Resonanz wird natürlich der gesamte Übertragungsbereich gedämpft. Er wird deutlich ebener, allerdings zu Lasten der Empfindlichkeit.

Übrigens habe ich größere Probleme, die Impedanz der Racalkapseln zu messen. Der Einfluß der Bedämpfung durch das Ohr ist bei denen viel stärker ausgeprägt als bei den Hosiden oder den RFT.
Aber die Meßeinrichtung ist auf dem Weg, morgen soll sie ankommen. Es handelt sich um Meßaufnehmer für Kopfhörerkapseln aus einem ehemaligen Werk eines bekannten Herstellers, wie sie in der Fertigungskontrolle eingesetzt wurden. Da wird sicher ein ganz brauchbares Meßmikro mit verstärker verbaut worden sein, hoffe ich.


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PostPosted: Wed Apr 01, 2009 8:05 pm 
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Joined: Tue Oct 09, 2007 7:40 pm
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Hallo

Dann stehen uns vermutlich bald exakte Vergleichsmessungen in´s Haus, bin gespannt.

_________________
Beste Grüße
Hagen


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PostPosted: Wed Apr 01, 2009 10:55 pm 
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Joined: Thu Mar 19, 2009 5:39 pm
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Hallo Gerd,
Ich habe inzwischen zwei Handapparate (Fa. Fernisg, Funke u. Huster) von Bergbautelefonen vorliegen. Hörkapsel und Sprechkapsel sind Baugleich. Ich habe sie auch schon am Empfänger ausprobiert. Ohne Anpassung, also ohne Übertrager sind sie genau so laut wie mein 2000Ohm Blechkopfhörer. Ich bin erst einmal begeistert. Wenn jetzt noch die richtige Anpassung dazu kommt. . .!
Wie ermittelt ihr die Impedanz ? Ich habe über einen Widerstand 1316Ohm den Hörer an einen Pegelsender (Rhode und Schwarz) gelegt und die Spannungen jeweils bei einer Fequenz ab (300Hz -7500Hz) am Hörer, am Widerstand und die Gesamtspannung gemessen. Nach der entstanden Wertetabelle habe ich dann die Impedanz errechnet. Bei 1KHz habe ich als Impedanz 16434Ohm errechnet. Kann das passen?
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Viele Grüsse

Johannes


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PostPosted: Thu Apr 02, 2009 4:51 pm 
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Joined: Thu Nov 08, 2007 2:49 pm
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Hallo Johannes,
Deine Kapseln sind ja erstaunlich hochohmig. Wie meine Besson OEM. Eigentlich müssten sie am Detektor deutlich lauter sein als normale Magnetkapseln. Seltsam....

Ich messe die Impedanz mit Tongenerator, Vorwiderstand etwa in Höhe der vermuteten Impedanz (sie ist im Durchschnitt etwa 10 mal höher als der Gleichstromwiderstand) in Serie mit der Kapsel und einer Widerstandsdekade, messe die Spannung an der Hörkapsel, ersetze dann die Kapsel durch die Dekade und stelle diese ein, bis sich die gleiche Spannung einstellt.

Man sollte das bei verschiedenen Frequenzen machen, der Impedanzgang solcher empfindlichen dämpfungsarmen Kapseln hat seine Überaschungen.

Beste Grüße

Jochen


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PostPosted: Thu Apr 02, 2009 5:49 pm 
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Joined: Thu Mar 19, 2009 5:39 pm
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Hallo Jochen,
ich war so begeistert von der Lautstärke beim Test am Detektorempfänger, dass ich sofort beschloss einen Kopfhörer zu bauen. Er ist gerade eben fertig geworden und ich muß noch ein paar Bilder davon machen. Er ist übrigends genau nach deiner Eigenbauversion nachempfunden.
Die Skizze des Meßaufbaues und eine Kurve reiche ich noch nach.
Was mir jetzt noch fehlt ist der richtige Anpaßübertrager. Allerdings ist der neue Hörer schon um ein Vielfaches lauter als mein magn. OMEGA (2x2000 Ohm) Der Einbau in den Gehörschutz hat noch die angenehme Nebenwirkung das ich unsere Waschmaschine nicht mehr höre. Sie steht gleich neben meiner Bastelecke im Keller.

Grüße

Johannes


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PostPosted: Thu Apr 02, 2009 6:12 pm 
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Joined: Sat Oct 13, 2007 1:46 pm
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Hallo
ihr Jäger der letzten Phone (oder Phöne?) oder dBchen!
Diesen Thread hab ich mit großen Interesse verfolgt.
(Und einie andere hier zum Thema "balanced")
Seit einigen Tagen geht mir der Gedanke im Kopf
herum, daß die Systeme der Siemens Telegraphenrelais
evtl als Antrieb für einen empfindlichen Hörer dienen könnten.
Natürlich ist der Selbstbau einer Membran und "Kupplung"
nicht ohne, außerdem sind die Relais recht schwer.
Aber da könnte man einiges abspecken.
Kennt sich jemand mit den Relais aus?
Oder gibt es modernere polarisierte Relais, die man
mißbrauchen könnte?
Gruß
Georg


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PostPosted: Thu Apr 02, 2009 7:00 pm 
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Joined: Thu Mar 19, 2009 5:39 pm
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Hallo Funkfreunde

hier stelle ich Euch meinen Neubau vor. Gebaut nach Jochens Vorbild.
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Hier der Messaufbau für die Impedanzmessung. Oszi mit Spannungs- und Frequenzanzeige soie ein Pegelsender (Tongenerator, stufig verstellbare Frequenz) Der Widerstand hat ein 600Ohm. derprüfling war mein magnetischer OMEGA 2x2000Ohm. Zum Glück hatte jeder Handapparat 2 der schönen Kapseln.

Eine Wertetabelle bzw. Kurve und Schaltbild des Messaufbaues reiche ich noch nach.

Grüße

Johannes


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PostPosted: Thu Apr 02, 2009 7:03 pm 
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Joined: Thu Nov 08, 2007 2:49 pm
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Hallo Johannes,
da fühle ich mich jetzt aber schwer gebauchpinselt :) Ja, der Schallschutz ist sehr angenehm, meine Spül-Wasch-Staubsaugmaschine stört mich auch nicht mehr beim Basteln ;)

Wenn Deine Hörkapsel tatsächlich so hochohmig sind, kann ich Dir als Anpassübertrager den Reinhöfer Elektronik "53.48 spezial" wärmstens empfehlen. Ein Autotrafo, den Gerd mir vor einger Zeit auf meinen Wunsch hergestellt hat. Kein Billigteil sondern deutsche Wertarbeit, sehr universell für ausgesprochene Hochohm-Anwendungen. Frag einfach mal bei Gerd an, ob er ihn noch im Programm hat.

Grüße

Jochen


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PostPosted: Thu Apr 02, 2009 7:15 pm 
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Joined: Thu Mar 19, 2009 5:39 pm
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Hallo Jochen,

an den Übertrager hatte ich auch schon gedacht. Er hat allerdings auch einen guten Preis. . . da muß ich erst mal mit meinem Familienvorstand reden !

Aber ich bin doch gespannt darauf ob sich die Lautstärke noch verändert, bzw ob auf Grund der besseren Anpassung mehr Stationen hörbar werden.

Es stehen da noch so ein paar Dinge auf meiner Wunschliste z. B. HF-Litze !

Gruß

Johannes


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PostPosted: Thu Apr 02, 2009 7:30 pm 
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Hallo Georg,

wenn du an die Telegrafenrelais mit den Goldkontakten in der Klarsichthülle denkst, dann hättest du aber immerhin noch eine Geldanlage.

Allerdings müßtest du beim Lauschen mit dem Hörer vorsichtig sein besonders beim umdrehen, da die Dinger wohl sehr ausladent ausfallen würden.

Übrigends wäre auch eine alte Klingel aus dem guten alten Bakelit-Telefon als Ankerhörer umzubauen. Nur die Empfindlichkeit müßte noch getestet werden.

Gruß

Johannes


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PostPosted: Thu Apr 02, 2009 7:41 pm 
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Joined: Thu Nov 08, 2007 2:49 pm
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Johannes,
wenn Du wirklich guten Fernempfang mit guter Trennschärfe haben willst, kommst Du um beste Anpassung sowohl auf der Antennenseite, als auch auf der NF-Seite nicht herum. Dazu ist aber viel Tüftelei nötig, ein superempfindlicher Hörer bringt natürlich sofort eine beeindruckende Verbesserung. Die anderen Maßnahmen sind nur kleine Schritte nach vorne, die erst in ihrer Summe zur Wirkung kommen. HF-Litze auf verlustarmen Spulenkörpern, gute Luftdrehkos, die besten Dioden usw gehören dazu.

Kompliment, Dein Kopfhörer sieht schon etwas professioneller aus als meine Plastikgurke.


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PostPosted: Thu Apr 02, 2009 7:50 pm 
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Joined: Thu Nov 08, 2007 2:49 pm
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Hallo Georg,
ein Telegraphenrelais umzufunktionieren ist tatsächlich eine kühner Gedanke ! Als Kopfhörer vielleicht etwas zu sperrig aber ein empfindlicher Detektor-Lautsprecher wäre vielleicht machbar.

Ich muß mal im Keller wühlen, irgendwo habe ich solche Teile. Mal testen, ob die Dinger bei diesen Millivolt-Signalen ansprechen. Gute Bastelidee !

Beste Grüße

Jochen.


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PostPosted: Thu Apr 02, 2009 8:40 pm 
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Joined: Sat Oct 13, 2007 1:46 pm
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Hallo Jochen, Johannes,
das mit dem "Lautsprecher" ist eine Idee!
Da dabei einige Faktoren weniger schwierig ausfallen,
werd ich das mal näher durchdenken.
Eine Frage dazu: wie sehen eigentlich die Membranen bei den
Hoseiden aus? Das ist auf den Bildern nicht so genau
zu erkennen.
Gruß
Georg


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PostPosted: Thu Apr 02, 2009 9:07 pm 
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Hallo Georg,

die Besson-Membrane sieht aus wie eine sehr flache "NAWI"- Membrane, ähnlich wie sie auch normale Lautsprecher haben. Also kein richtiger Konus, sondern ein etwas bauchiger Querschnitt. Sehr dünnes Material, wahrscheinlich Alu. Auf der Außenseite sieht man im Zentrum einen dicken Klecks Kunstharz, vermutlich um den Antriebsstift zu fixieren und um Partialschwingungen zu dämpfen. Die Rand der Membrane ist fest mit dem Deckel auf den Gussrahmen vercrimpt.

Für erste Versuche müsste eigentlich ein leichter Konus aus Papier reichen, der frei in der Luft hängt.

Wenn ich die Relais nur finden würde, herrje....


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