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Versilbertes Kupferblech
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Markus N.



Joined: 11 Aug 2009
Posts: 41
Location: Ranshofen - AUSTRIA

PostPosted: Mon Jul 12, 2010 3:15 am    Post subject: Reply with quote

Hallo Brösel!

Derartiges Vorhaben habe ich schon hinter mir! Anfangs wollte ich einen Koaxialresonator aus einem 10cm Regenrinnen-Fallrohr basteln und diesen versilbern lassen. Die damaligen Kupfer und Silberpreise haben mich bekannterweise davon abgehalten - leider !!!

Herausgekommen ist ebenfalls ein Helical-Resonator aber bei weiten nicht in Bob Weavers Dimensionen. Die Höhe meines Topfes ist an die 10cm mal 8cm im Durchmesser (Kaffetasse). Hierbei habe ich der Einfachheit halber ein Stück Kupferblech um eine Bierflasche gewickelt Laughing und dieses dann an der entstehenden Bördelnaht verlötet. Die Resonatorspule im Inneren besteht aus einem 4mm² Kupferdraht. Versuche diese mit einem Thiosulfatkomples zu versilbern schlugen fehl, also blieb alles bei Cu, was bei hoher Luftfeuchte und Umgebungsluft sehr schnell oxidiert. Anhergehende Q-Verluste inklusive. Silber hat ja auch die unangenehme Affinität zu Schwefelverbindungen, was sich in schwarzem Anlaufen bemerkbar macht. Wie man es dreht und wendet, es ist nicht leicht für die FM-Detektion notwendige hohe Güte auf Dauer aufrecht zu erhalten. Soweit ich mich noch richtig erinnere, habe ich damals mit angeschlossenem Kristallhörer Betriebsgüten um die 200 bis 300 gemessen. Sobald ich abends zu Hause bin, werde ich hier einige Bilder einstellen. Vielleicht hilft dir ja das Eine oder Andere

Nun, über einen Phasendiskriminator habe ich damals auch schon nachgedacht, aber aus Zeitmangel und Verlust an Interesse blieb es dann doch beim einfachen Flankendiskriminator. Beste Ergebnisse erhielt ich mit einer BAT15-03W Schottkydiode. Als Antenne dient mir ein FS-VHF-Dipol mit 75Ohm Balun (lässt sich leicht auf Lamda/4 einschieben)

In dieser Konfiguration war/ist es mir (Wohnung 1.Stock) möglich ohne NF-Amp vier UKW-Radioprogramme (100kW) meines ca. 54km entfernten Lokalsenders (Sender Gaisberg bei Salzburg) aufzunehmen.
Ich kann nur zum Bau eines UKW-Detektors raten - macht mächtig Spaß und Laune und zudem hat man Tags und Nachts die annähernd gleichen Empfangsbedingungen.

An dieser Stelle muss ich größten Respekt an Bob Weaver und jenen die dieses Vorhaben aufgreifen aussprechen.

Viel Spaß, Gruß
Markus
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Christian



Joined: 03 Apr 2009
Posts: 9
Location: Germany Lower Saxony

PostPosted: Mon Jul 12, 2010 9:33 am    Post subject: Reply with quote

Hallo,

schön dass sich hier wieder etwas tut.

Könnte man dafür nicht auch einen bereits fertigen Silbertopf von z.B. einem Silberpokal o.ä. nehmen.
Vielleicht vom Flohmarkt oder aus der Bucht.
Nur so eine Idee.

Übrigens, schmeisst eure Vuvuzelas nicht weg! Damit könnte man den ersten Teil eines Hornlautsprechers bauen. Vielleicht lassen sie sich mit Hilfe eines Heissluftföhns platzsparend aufrollen. Teste ich mal wenn ich Zeit habe.

Viele Grüße,

Christian
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Markus N.



Joined: 11 Aug 2009
Posts: 41
Location: Ranshofen - AUSTRIA

PostPosted: Mon Jul 12, 2010 11:25 am    Post subject: Reply with quote

Christian wrote:


...Könnte man dafür nicht auch einen bereits fertigen Silbertopf von z.B. einem Silberpokal o.ä. nehmen.
Vielleicht vom Flohmarkt oder aus der Bucht.
...


Hallo Christian!

Auch diese Idee hatte mein Gehirn geboren, nur leider sind die versilberten Vasen, Pokale, Becher udgl. mit 800er, 835er oder 925er Silber versilbert.
Um aber die günstigen HF-Eingenschaften bzw. die Vorteile der elektrischen Leitfähigkeit von Silber zu erhalten, muss die Silberschicht aus Reinsilber 999er Silber bestehen. Ansonsten ist es mit dem Leitwert nicht so sonderlich gut bestellt und man findet sich schnell in Regionen von Aluminium wieder. Zum Zweiten muss die Silberschicht eine gewisse Mindestdicke aufweisen um nicht wieder Einbußen in der Leitfähigkeit bei hohen Frequenzen zu haben (Stomverdrängung, Skineffekt). Das Alles ist bei versilberten Alltagsgegenständen im Gesamten selten zu finden, aber Probieren ist besser als Studieren.


Zum Schluss hier noch Bilder meines UKW-Helicoil-Resonators:









Im letzten Bild schön zu erkennen die Antennen-Einkoppelschleife am Becherboden. Durch Verdrehen lässt sich die Kopplung von Außen ändern.
Falls jemand etwas Kopfkreis-Teorie oder etwaige TU-Projektarbeiten als pdf haben möchte, bitte melden!

Gruß, Markus
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Broesel



Joined: 07 Apr 2008
Posts: 287
Location: Villach, Austria

PostPosted: Mon Jul 12, 2010 12:18 pm    Post subject: Reply with quote

Hallo,

schick' siehts aber schon aus, aber das war noch der Neuzustand? Wie stimmst Du das Teil ab?

Ansonsten würde ich das Angebot zu etwas mehr Theorie und den Projektarbeiten gern annehmen. Ich schick' Dir meine Mailadresse per PM, über das Forenpostfach wird das vermutlich nichts.

Interessante Sache!


Brösel
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Markus N.



Joined: 11 Aug 2009
Posts: 41
Location: Ranshofen - AUSTRIA

PostPosted: Tue Jul 13, 2010 3:19 am    Post subject: Reply with quote

Hallo Brösel!

Die Unterlagen sind gerade rausgegangen - viel Spaß damit!

Der Zustand auf den Bildern war unmittelbar nach dem Zusammenbau und den ersten Funktionstests. Dabei habe ich zig-mal mit den Fingern herumgetatscht, dass nach einigen Tagen das Kupfer angelaufen ist. Nach einer gründlichen Reinigung mit verdünnter H2SO4 war wieder alles blitzeblank. Danach habe ich mir noch einen Deckel angefertigt, ursprünglich sollte daran eine Einstellschraube mit Feingewinde zur Abstimmung angebracht werden. Das habe ich dann aber gelassen und einfach einen 5pF Trimmer an der rechten Büchsenseite implantiert, der durch eine angelötete Verlängerungsachse von Außen über eine 1:3 Übersetzung verstellt werden kann.

Logischerweise sollte bei derartigen Aufbauten nichts an Güte zu verschenken geben. Im Gegensatz zu meinem Aufbau hat hier Lötzinn absolut nichts verloren!!! Lötzinn ist hier das pure Gift der Kreisgüte. Besonders im Strombauch (Büchsenboden) sollte am Besten alles versilbert und verschraubt/geklemmt sein.

Nachtrag: Kupfer ist nicht gleich Kupfer. Das von mir verwendete DHP-Kupferblech wird für Spenglerarbeiten verwendet und ist besonders weich, der Nachteil: Leitfähigkeit von 45 e6 [S/m] anstatt 57 e6 [S/m] wie bei ECP-Kupfer (Elektrokupfer).
Zum Vergleich: Silber hat eine Leitfähigkeit von 62 e6 [S/m]

Gruß, Markus
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Gerd



Joined: 19 Jul 2007
Posts: 243
Location: Germany

PostPosted: Tue Jul 13, 2010 3:29 am    Post subject: Reply with quote

Markus N. wrote:

Nachtrag: Kupfer ist nicht gleich Kupfer. Das von mir verwendete DHP-Kupferblech wird für Spenglerarbeiten verwendet und ist besonders weich, der Nachteil: Leitfähigkeit von 45 e6 [S/m] anstatt 57 e6 [S/m] wie bei ECP-Kupfer (Elektrokupfer).


Hallo,

woher bekommt man solche Infos?
Ich habe vor, einige LeistungsFETs auf ein Stück Kupferkühlblech zu schrauben und daran auch den Stromausgang mit einer Ringzunge an diesem Blech zu realsisieren. Ich bin gerade auf der Suche und hatte schon das 0.6mm-Bachrinnenblech ins Auge gefaßt. Ist wohl dann doch besser, nach ECu zu suchen?

Gruß Gerd
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Markus N.



Joined: 11 Aug 2009
Posts: 41
Location: Ranshofen - AUSTRIA

PostPosted: Tue Jul 13, 2010 3:59 am    Post subject: Reply with quote

Hallo Gerd!

Bei meinen Recherchen bin ich unter anderem auf das hier gestoßen:
http://www.kupfer-institut.de/front_frame/pdf/Cu-DHP.pdf
siehe Seite 3!

Sollte es größtenteils um die Kühlung der FET's gehen, dann würde ich da weniger Unterschied machen. Bei Größeren Stomstärken müsste man sich hier vielleicht Gedanken bzw. Berechnungen machen - ich kenne aber deine Anforderungen nicht.

Gruß, Markus
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Gerd



Joined: 19 Jul 2007
Posts: 243
Location: Germany

PostPosted: Tue Jul 13, 2010 6:21 am    Post subject: Reply with quote

Hallo, Danke!

Da fließen einige 100A, aber nur als Impuls. Auf Dauerstrom umgerechnet etwa 4-5A. Ich probiere einfach mal das Dachdeckerzeug, wenn es zu heiß wird werd ich das ja irgendwie merken Wink
Ich wollte ursprünglich 0,5mm-Blech nehmen, das Dachdeckerblech gibt es als 0,6mm, dann gleicht sich das ja beinahe aus.


Gruß Gerd
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GL1000



Joined: 01 Jun 2009
Posts: 28
Location: JO21TQ

PostPosted: Sat Jul 17, 2010 8:38 am    Post subject: Reply with quote

Hallo Brösel,

Zum versilbern ziehe diese seite:
http://www.on7lr.org/special/ag/ag.htm

Ich habe alle zutaten durchs internet bekommen, und das versilbern functioniert bei mir. Habe verschiedene teile fur mein 2mtr amplifier versilbert,..platinen versilbern geht auch gut.

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Frank
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Broesel



Joined: 07 Apr 2008
Posts: 287
Location: Villach, Austria

PostPosted: Sun Jul 18, 2010 4:11 am    Post subject: Reply with quote

Hallo,

und erstmal Dank' an Frank für den Link. Das klingt erstmal etwas einfacher als die 1958er Variante. Ist bekannt, welche Schichtdicken sich damit erreichen lassen?

Gehe ich recht in der Annahme, daß dies die bei Markus gescheiterte Variante ist?

Ich seh' schon, ich werde doch noch zum Hobbychemiker Wink


Schöne Grüße
Brösel
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Gerd



Joined: 19 Jul 2007
Posts: 243
Location: Germany

PostPosted: Sun Jul 18, 2010 8:37 pm    Post subject: Reply with quote

Hallo,

für stromloses Versilbern gibt es das SENO-Silberbad.
Allerdings werden damit keine großen schichtdicken erreicht, nach 5 min ca. 0,8-1µ lt. Herstellerangaben.
Ob diese Schicht elektrisch tatsächlich Vorteile bringt kann ich nicht einschätzen, erachte aber eine galvanische Versilberung als solider. Da sind dann problemlos auch 10 oder 20µ möglich, was zumindest einen geringen Zuwachs der Leitfähigkeit bewirkt.

Gruß Gerd
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GL1000



Joined: 01 Jun 2009
Posts: 28
Location: JO21TQ

PostPosted: Fri Jul 23, 2010 11:08 pm    Post subject: Reply with quote

Hallo Gerd,

Ich habe das SENO bad nie probiert, aber ich kenne da eine firma wo mann die fertig flussigkeit auch kaufen kann.
siehe:
http://www.gie-tec.de/-prototypenfertigung/chemie---zubehoer/index.html

Da habe ich auch meine chemicalien her fur das anfertigen von platinen, und mein etsgerat.

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Frank
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