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Empfindliche Kopfhörer
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DB4IW



Joined: 16 Aug 2007
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PostPosted: Sat Feb 28, 2009 11:03 pm    Post subject: Empfindliche Kopfhörer Reply with quote

Ich habe mal den Thread mit meinen bescheidenen Mitteln nach hier verschoben, damit wir nicht einen Monster-Thread mit hundert Themen haben. Bitte, hängt Euch zum Thema Hörer hier an, danke!


Quote:
Jochen – 27. Feb 2009:
Hallo Mike,
Glückwunsch, dann hast Du ja schon mal eine halbwegs brauchbare Diode

Einen empfindlichen und komfortablen Hörer kann man notfalls leicht selbst basteln, wenn man sich die richtigen Kapseln beschafft. Ich mache morgen mal ein paar Photos von meiner "High End" Konstruktion.

Wer nicht basteln möchte und mit extremem Mono-Hören zufrieden ist, kann dieses formschöne Gerät auch hierzulande fertig kaufen:

http://www.sts-sprenger.de/Produkte/Prufkopfhorer/

Nicht gerade billig, man bekommt einen ordentlichen Sennheiser für das Geld, aber es ist im 10kOhm Modus superempfindlich (sound powered) und so hochohmig, daß man für´s Erste ohne Übertrager auskommt. Ich hatte mal auf Verdacht so ein Teil für kleine Maus ersteigert und war begeistert.

Bis dann
Jochen

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Broesel – 27. Feb 2009:
Hallo,
zuerst wegen Soundpowered Kopfhörern (schönes Denglish...) kannst Du auch mal hier unter der Rubrik 'Headphones for sale' schauen:
http://oldheadphones.com/crystal/index.html
Dort habe ich auch gerade ein neues Paar erworben, ist aber leider noch auf dem Weg übers Meer. Das Angebot erschien mir deutlich verstrauenserweckender als eine Ebay-Auktion, wo man am Ende auch nie recht weiß ob das ankommt was man geglaubt hat zu kaufen (wobei ich in der Hinsicht bisher zugegebenermaßen noch nicht auf die Nase gefallen bin). Nach Erhalt kann ich bei interesse ja kurz berichten.
Es gibt übrigens auch noch nagelneue Exemplare der Marke Dynalec über
http://WWW.KINNAMANELECTRIC.COM. Hatte dort über die angegebene eMail-Adresse nachgefragt, es waren einige Exemplare vorrätig - ohne Mikrophon etc., also nur die Kopfhörer so wie man es zum Radiohören braucht , Kostenpunkt 200 USD + Versand.

Dann noch eine etwas dumme Frage zu der Bilderdiskussion - ich dachte bisher, daß ich Bilder generell auf meinem eigenen Server ablegen muß und hier nur den Link setzen kann. Geht das auch anders?

Schöne Grüße
Brösel

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DB4IW – 28. Feb 2009:
Hallo Jochen,

die Empfindlichkeit der Besson-Kapseln wird mit 120 +/-2 dB SPL angegeben. Es gibt z.B. bei Sennheiser mindestens drei Kopfhörertypen, die diesen Wert übertreffen. Ich weiß allerdings nicht, wie aussagekräftig er für unsere Anwendung ist. Der (nicht billige) Hörer IE8 wird mit 125 dB SPL angegeben, die deutlich preiswerteren PMX60 mit 122 und PX10 mit 121 dB SPL. Sie haben Impedanzen von 16 bzw. 24 Ohm.

Interessant wäre, wo sich die amerikanischen SP-Hörer hier einreihen würden. Und interesaant wäre auch, wie Du den Besson-Hörer im Vergleich mit anderen einordnen kannst. Hast Du auch schon einmal die blauen Piezokapseln ausprobiert, die einige der amerikanischen Freunde für gut befunden haben? Sonst könnte ich Dir gern mal zwei Kapseln schicken. Ich habe noch einen kleinen Vorrat und wäre sehr an Vergleichsergebnissen mit den Besson-Kapseln interessiert.
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73 de Fritz

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Jochen – 28. Feb 2009:
Fritz schrieb:

Quote:
Interessant wäre, wo sich die amerikanischen SP-Hörer hier einreihen würden. Und interesaant wäre auch, wie Du den Besson-Hörer im Vergleich mit anderen einordnen kannst.


Hallo Fritz,
leider habe ich nicht viele Vergleichsmöglichkeiten und kann nur soviel sagen:

an meiner Rahmenantenne höre ich tagsüber

-mit einem Sennheiser HD 404 2kOhm: nichts aber auch gar nichts
-mit verschiedenen normalen magnetischen Hörern 2x4 kOhm: den Ortssender ganz leise
-mit Piezo-Kapseln, graue Teile, Hersteller und Typ unbekannt: den Ortssender leise, 2-3 Fernsender gerade erahnbar
-mit den Besson-Kapseln: den Ortssender laut und mind. 10 Fernsender. Nachts bis 50 Fernsender

Jetzt würde ich natürlich gerne einen Deinen Piezos als Vergleich probieren.
OErjan schätzt die amerikanischen USI Hörer jedenfalls besser als die Bessons ein.

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DB4IW – 1. März 2009:

Hallo Jochen,

ich entnehme Deinen Angaben nichts über eine gesonderte Impedanzanpassung. Lagen alle erwähnten Hörer bei dem Versuch direkt an der Diode? Oder lagen sie an einem NF-Trafo an unterschiedlichen Ausgängen - je nach Impedanz.
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73 de Fritz

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73 de Fritz

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DB4IW



Joined: 16 Aug 2007
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PostPosted: Sat Feb 28, 2009 11:13 pm    Post subject: Reply with quote

Hier kommt noch eine Portion:

Quote:

Jochen – 28. Feb 2009:
Liebe Detektorfreunde,
Bekanntlich ist es hier nicht so einfach, einen hochempfindlichen Hörer zu beschaffen. Die Probleme bei Ebay sind bekannt, man muß sowas umständlich aus den USA importieren.
Daher will ich euch hier kurz beschreiben, wie ich zu meinem Hörer gekommen bin. Das "sound powered"-Prinzip ist wohl unbestritten die beste Lösung, wenn man mit dem Detektor guten Fernempfang haben will. Es ist eigendlich das gleiche Prinzip, daß früher in den Freischwingerlautsprechern der alten Volksempfänger angewendet wurde. Es heißt auch Schwinganker oder im Englischen auch Balanced Armatur oder Rocking Armatur. Hier im englischen Wikipedia ist es sehr schön beschrieben:

http://en.wikipedia.org/wiki/Headphones

Diese hochempfindlichen Hörkapseln werden in Europa noch von der Fa. Besson (heute Hosiden Besson) in verschiedenen Ausführungen produziert:

http://www.hbl.co.uk/images/pdf/Rocking%20Arm.%20rangeG.pdf

Besonders interessant sind für uns die hochohmigen Ausführungen, man muß dann für die beste Anpassung nicht so stark herabtransformieren.
Ich weiß allerdings nicht, ob Besson die Dinger auch einzeln an Privatleute verkauft.
Man bekommt einen hochohmigen Typ aber auch in Deutschland bei der Fa. STS:

http://www.sts-sprenger.de/

Die verbauen Besson-Kapseln in ihrem Prg 1a Prüfkopfhörer. Wenn man bei der netten Frau Sprenger höflich anfragt, bekommt man die Kapseln auch einzeln, sozusagen als Ersatzteil, für ca. 40€ das Stück.

Hier nun meine Konstruktion: man nehme einen billigen Gehörschutz aus dem Baumarkt, der sich leicht zerlegen lässt (der auf dem Photo ist gut geeignet und weit verbreitet. Dave hat sich damit auch einen Hörer gebastelt, allerdings mit Piezo-Kapseln) baue die Kapseln irgendwie herein und verkabele das Ganze. Ich glaube, auf dem Photo kann man alles gut erkennen:




Ich hatte mir passende Teile aus Pertinax zurechtgeschnitzt, Pastik oder feste Pappe müssten auch gehen. Der Hardcorebastler wird sich natürlich nicht mit Schrauben herumplagen und das ganze mit Heißkleber zusammenfrickeln.

Hier erkennt ihr, wie umständlich ich das gemacht habe:



Die Besson Teile sind äußerst delikat, hauchfeine Spulendrähtchen, man muß sie sehr behutsam behandeln und das vorhandene Schaumgummi großzügig ausschneiden, damit die Kapsel ungestört bleibt.
Die Verkabelung habe ich für jede Hörkapsel einzeln ausgeführt, damit ich sie wahlweise parallel oder seriell schalten kann.

Das ganze Ding sieht natürlich total bescheuert aus aber es funktioniert prima und ist recht bequem zu tragen.

Viel Spaß beim Basteln

Jochen

Last edited by Jochen on Sat Feb 28, 2009 11:48 pm; edited 1 time in total

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Oerjan – 28. Feb 2009:
sorry to reply in english.
I just have to say this, these are not as sensitive as my best USI sound powered set, I have several dozen of these in every version given on that paper, the best gives up about when my USI phones are still a confortable listening level (with good matching transformer).
in my opinion they are great to use with powered sets though, with proper matching, but not really top end for crystal radio DX.
it could be that I have a bunch of bad elements but these have been collected over 20 years and from various sources so I think not, they are usefull and better than most magnetics though (given good matching network).

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Jochen – 28. Feb 2009:
OErjan,
es ist gut möglich, daß die USI-Hörer besser sind. Ich habe leider keine

Beste Grüße
Jochen

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Last edited by DB4IW on Wed Mar 04, 2009 4:34 am; edited 1 time in total
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Jochen



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PostPosted: Sun Mar 01, 2009 2:18 am    Post subject: Reply with quote

Fritz, das war eine gute Maßnahme, die Sache wurde langsam etwas unübersichtlich.
Zu Deiner Frage:

Quote:
ich entnehme Deinen Angaben nichts über eine gesonderte Impedanzanpassung. Lagen alle erwähnten Hörer bei dem Versuch direkt an der Diode? Oder lagen sie an einem NF-Trafo an unterschiedlichen Ausgängen - je nach Impedanz.


Außer den Piezos hatte ich die Versuche mit und ohne Impedanzanpassung gemacht, Gerd hatte mir seinerzeit zu dem Zweck einen speziellen Übertrager für Hochohm-Hörer gewickelt. Die Unterschiede bzw Tendenzen waren in beiden Fällen gleich und zwar gravierend.
Ein professioneller AKG K158 (modifiziert, beide 600Ohm Kapseln in Serie geschaltet) war übrigens genauso taub wie der Sennheiser HD404.

Nun will ich die Bessons nicht über den grünen Klee loben oder für diese Firma die Werbetrommel rühren, aber sie sind das beste, was ich habe. Man kann zwei dieser Kapseln mit einer langen Zweidrahtleitung verbinden und hat dann tatsächlich eine batterielose Telefonverbindung mit guter Lautstärke und Verständlichkeit. Das wird mit normalen magnetischen Kapseln oder HiFi-Hörern wohl kaum gelingen.
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DB4IW



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PostPosted: Sun Mar 01, 2009 3:44 am    Post subject: Reply with quote

Das hört sich gut an, Jochen. Ich insistiere auch nicht, weil ich nichts glauben würde Wink , sondern weil ich es möglichst genau wissen will, bevor man vielleicht Geld in die Hand nimmt.
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Mike



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PostPosted: Mon Mar 02, 2009 1:19 am    Post subject: Reply with quote

Gute Idee, das mal zusammenzufassen und ein eigenes Thema draus zu machen.

Jochen's Posting hatte ich auch gefunden, da Kopfhörer eben gerade ein Thema für mich wird. Allerdings kam da ja auch die Meinung, die USI Kapseln seien deutlich besser, wobei mir nicht klar ist, ob zum Vergleich genau die Besson Kapseln herangezogen wurden. Den Prüfhörer habe ich mir angeguckt, aber der Schaltplan dazu lässt mich doch denken, nur die Kapseln allein wären besser geeignet (http://www.sts-sprenger.de/attachments/033_Operating%20Instructions%20Test%20device%201a.pdf).

Die Seite, die Brösel angab, mit den zu verkaufenden Hörern, hatte ich auch gefunden, nur bei allen interessanten Hörern steht da: "SOLD".

Sicher geht es Einigen darum, stilechte Hörer zu bekommen und gute Leistung. Für die, für die der Stil erst einmal egal ist und nur Leistung zählt, stellt sich genau die Frage, ob man nun versuchen soll, alte Teile zu ersteigern, von denen man nicht einmal weiß, ob sie es noch tun. Z.B. Telefonhörer zu ersteigern, von denen man eh nur die Kapsel will (UA1611 oder UA1614 etc). Oder ob man nicht besser nach neuen Teilen Ausschau hält. Ich war (bin?) kurz davor, bei sowas altem mitzusteigern. Aber wenn ich 40 Euro für Versand bezahlen muss, und noch mal so viel für die Auktion, und eh nur alte Kapseln bekomme, dann ist es wohl sinnreicher, zu versuchen, neue Kapseln zu bekommen. Jochen hat da, was Besson Kapseln angeht, schon einen Hinweis gegeben.

Besteht auch eine Möglichkeit, an neue Dynalec UA16xx Dinger zu kommen (http://www.crystalradio.net/soundpowered/elements/index.shtml)? Liefert http://www.kinnamanelectric.com nach Deutschland, auch einzelne Kapseln? Oder gibt es andere Distributoren? Wenn man die Dinger einfach so neu bekommen könnte, und die die Leistung haben wie oft angeführt, warum findet man nahezu keine Hinweise auf Bezugsquellen? Hmm. Selbst nachfragen, ist wohl die Antwort.

Schießlich und endlich die Frage, warum es mit neueren Materialien und fortschrittlicher Technologie nicht möglich ist, bessere Leistung hinzubekommen. Die Selbstantwort ist wohl, es besteht einfach keine Nachfrage, man kann kein Geld damit verdienen. Oder ist das Ende der Fahnenstange schlicht durch physikalische Gründe vorgegeben und mehr Aufwand lohnt einfach nicht? Haben schlaue Leute bestimmt auch schon mal betrachtet, aber gefunden habe ich bislang nichts - allerdings auch nicht danach Ausschau gehalten (abgesehen von http://www.crystalradio.net/soundpowered/insideelements/index.shtml, http://www.crystalradio.net/soundpowered/introduction/index2.shtml).

Mike.
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DB4IW



Joined: 16 Aug 2007
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PostPosted: Mon Mar 02, 2009 2:25 am    Post subject: Reply with quote

Hallo Mike,

das Schaltbild von STS-Sprenger ist ja ausdrücklich als "Test device" gekennzeichnet. Soweit ich Jochen verstanden habe, hat er ja nur die nackten Kapseln bezogen.

Zu den Dynalec-Kapseln gab es ja schon eine sehr zurückhaltende Bewertung im englischsprachigen Teil des Forums. Die scheinen nicht an gute alte SP-Hörer heranzukommen. Für die Besson-Kapseln, die Jochen aufgetan hat, ist aber genau diese Frage noch nicht beantwortet. Es gibt zwar eine negative Äußerung von OErjan, aus der aber nicht klar zu erkennen ist, ob sie sich auf derartige Telefonhörer ganz allgemein oder auf diese Besson-Kapseln speziell bezieht. Es besteht also Testbedarf.

Zur Frage, warum die alten WWII-Decktalker immer noch am besten zu sein scheinen: Sie sind spezielle Entwicklungen für einen speziellen Zweck, der sich zufällig mit den Anforderungen der Detektoristen trifft. Bestimmte Eigenschaften (z.B. der Frequenzgang) machen diese hochempfindlichen Systeme für die meisten anderen Anwendungen völlig nutzlos. Wer wollte sich seine Mozart- oder Bach-CDs schon mit so einem Hörer antun?

Im Zeitalter der Mikroelektronik und der Lithium-Ionen-Akkus gibt es einfach fast niemanden mehr, der wirklich auf die Idee käme, Systeme ohne Versorgungsspannung einzusetzen - außer ein paar verrückten Detektor-Bastlern! Und sobald Du einen Verstärker einsetzen kannst, kannst Du mit jedem Billigkopfhörer alle SP-Systeme hinter Dir lassen. Der Höhepunkt der technischen Entwicklung liegt also vermutlich irgendwo in der Zeit vor den Halbleiterverstärkern.

Allein im militärischen Bereich könnte ich mir eine entsprechende Anforderung noch vorstellen. Ich weiß nicht, ob es heute auf Kriegsschiffen noch Kommunikationssysteme gibt, die unabhängig von jeder Stromversorgung funktionieren müssen. Ich war nicht bei der Bundesmarine oder Deutschen Marine, wie sie heute ja offiziell heißt. Vielleicht weiß ja jemand, was für eine Art von Kommunikations-Systemen heutzutage beispielsweise in U-Booten oder auf Geschützständen verwendet werden.
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Broesel



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PostPosted: Mon Mar 02, 2009 2:46 am    Post subject: Reply with quote

Hallo,
stimmt, bei der von mir angegebenen Seite muß man immer mal wieder reinschauen. Eines der 'SOLD' bei den interessanten hörern geht auf mein Konto, wenn nur die Post schneller wäre Sad
Allerdings gibt es dort durchaus noch interessante Kopfhörer dabei und vom Preis her ertragbar - die 'Ritron Headphones with USIC Soundpowered Elements' haben vernünftige Elemente drin und auch die David Clarks obendrüber haben meines Wissens standardmäßig USIC-Elemente drin. Um sicherzugehen einfach Scott fragen.

Dann noch eine Anmerkung zu Dynalec bei Kinnamanelectric: dort sind USIC UA1614-Elemente drin verbaut, wenn das diverse Bedenken beruhigt. Ich hatte jetzt nicht nachgefragt, ob es auch die Elemente einzeln gibt, würde aber davon ausgehen das es möglich ist.
Die Versandkosten aus USA hat man sicher immer, ob nun ersteigert oder woanders gekauft. Je nach Variante wird man für ein 1kg schweres Paket nach deutschland zwischen 17 - 37 USD ansetzen müssen:
http://ircalc.usps.gov/IntlMailServices.aspx?Country=10137&M=2&P=2&O=0&sd=1
Vor einem Jahr war es jedenfalls noch günstiger, da gab's für den Euro noch 1,60 USD...
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DB4IW



Joined: 16 Aug 2007
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Location: Wertheim/Germany - JN49ss

PostPosted: Mon Mar 02, 2009 6:40 am    Post subject: Reply with quote

Ich habe gestern ein Teil ersteigert, das ich mal als NF-Übertrager testen will - auch wenn es für mobile Zwecke ausfällt ... Cool Das Ding wiegt nämlich 4 kg! Hier ist die Artikelnummer in der Bucht: 180330370897. Das Fabrikat wird Gerd bekannt vorkommen.



Das Wicklungsverhältnis beträgt 1:34 und damit das Impedanzverhältnis 1:1156! Wenn ich also einen 600-Ohm-Hörer an die 220-Volt-Seite hänge, habe ich auf der anderen Wicklung eine Impedanz von fast 700 kOhm. Wenn es nichts bringt im Vergleich mit den AÜs von Gerd, habe ich wenigstens noch ordentlich Kupferlackdraht übrig. Wink
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Fritz * DB4IW * Wertheim am Main / JN49ss
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Last edited by DB4IW on Mon Mar 02, 2009 10:05 am; edited 1 time in total
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Jochen



Joined: 08 Nov 2007
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Location: D-Köln

PostPosted: Mon Mar 02, 2009 6:47 am    Post subject: Reply with quote

Fritz schrieb:

Quote:
Allein im militärischen Bereich könnte ich mir eine entsprechende Anforderung noch vorstellen.


Nicht nur da. Schau mal, was die gute alte Fa. Funke & Huster (einmal schalten - alles duster) heute noch im Prgramm hat. Eigen-und wahrscheinlich auch atombombensichere Telefonanlagen:

www.fhf.de/download/exheulru.pdf

Interessant, daß dafür offenbar Tauchspulenkapseln verwendet werden. Die müssen aber sehr empfindlich sein.

Ich habe irgendwo in meinem Kram noch spezielle Telefon-Hörkapseln, die sehr laut sein sollen. Die probiere ich heute abend mal.
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Gerd



Joined: 19 Jul 2007
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PostPosted: Mon Mar 02, 2009 9:36 am    Post subject: Reply with quote

DB4IW wrote:
Ich habe gestern ein Teil ersteigert, das ich mal als NF-Übertrager testen will - auch wenn es für mobile Zwecke ausfällt ... Cool Das Ding wiegt nämlich 4 kg! Hier ist die Artikelnummer in der Bucht: 180330370897. Das Fabrikat wird Gerd bekannt vorkommen.



Das Wicklungsverhältnis beträgt 1:34 und damit das Impedanzverhältnis 1:1156! Wenn ich also einen 600-Ohm-Hörer an die 220-Volt-Seite hänge, habe ich auf der anderen Wicklung eine Impedanz von fast 700 kOhm. Wenn es nichts bringt im Vergleich mit den AÜs von Gerd, habe ich wenigstens noch ordentlich Kupferlackdraht übrig. Wink [/img]


Hallo Fritz,

probieren schadet nicht. Wenn er wirklich für 7,5KV gewickelt ist, dann hast Du da etwa 2-3KH zu erwarten, und damit sogar einen guten Frequenzgang. Zumindest nach unten hin. Dei Streuung wird nach oben sicher spürbar begrenzen, mit geschätzt einigen zehn H Streuinduktivität. Aber für sehr hochohmige Quellen sollte es gehen

Zur Gewinnung von Kupferlackdraht sind diese alten Trafos eher nicht brauchbar. Der Lack ist erfahrungsgemäß derart spröde, daß er schon beim Abwickeln reißen und u.U. sogar abplatzen wird. Die Risse allein sprechen schon gegen eine Wiederverwendung derart vorgeschädigten Drahtes in einem Trafo. Nichts ist ärgerlicher als ein Feinschluß in einer Wicklung, de sich mit jeder Erwärmung und Abkühlung ein wenig verstärkt, bis eines Tages der ganze Trafo abraucht.
Ich hatte einmal fehlerhaft lackierten Draht, was mit bloßem Auge nicht sichtbar war. Nachdem 2 dieser Trafos bei Kunden ausgefallen sind, habe ich meine erste und einzige Rückrufaktion gemacht, über insgesamt 6 Trafos, die nachweislich mit Draht von dieser Rolle gewickelt wurden. Der Rest der Rolle ging vorsichtshalber in den Kupferschrott.


Gruß Gerd
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DB4IW



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PostPosted: Mon Mar 02, 2009 3:27 pm    Post subject: Reply with quote

Mike wrote:
... Oder ob man nicht besser nach neuen Teilen Ausschau hält. Ich war (bin?) kurz davor, bei sowas altem mitzusteigern. Aber wenn ich 40 Euro für Versand bezahlen muss, und noch mal so viel für die Auktion, und eh nur alte Kapseln bekomme, dann ist es wohl sinnreicher, zu versuchen, neue Kapseln zu bekommen ...


Mike, das ist immer die schwerste Frage. Bei Ebay kauft man eher die Katze im Sack. Und dass "Sound powered" allein noch keine Garantie für irdenetwas ist, macht Darryl Boyd ja in seinem sehr treffenden Spruch deutlich: "New old stock (NOS) might be better than one that went down with the ship!" Laughing

Wir alle würden also sicher am liebsten die besten Kapseln neu kaufen, wenn uns nur jemand versprechen könnte, dass sie nur mindestens so gut wären wie die RCA- oder USI-Big-Cans. Das kann aber keiner - so geht am Selbstmessen kaum ein Weg vorbei. OErjan hat, wie er mir schon einmal früher berixchtet hatte, eine Menge Telefonkapseln in Balanced-Armature-Bauweise getestet und nicht eine einzige gefunden, die an die Big Cans herangekommen wäre.

Ich habe noch unter meinen Lesezeichen ein paar entdeckt, und Jochen hat auf Funke & Huster verwiesen.

http://www.soundpower.com/spcc/index.html
http://www.hose-mccann.com/index.cfm
http://avsimservices.com/SPP.htm
http://www.blackbookoftools.com/ProductDetails.aspx?ProductID=88060
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Mike



Joined: 30 Jan 2009
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PostPosted: Tue Mar 03, 2009 7:00 am    Post subject: Reply with quote

Tja, wenn das alles so leicht wäre ...
... würde es vielleicht auch nicht so viel Spaß machen.

Diese Bergbau Geschichte (FHF) verspricht sound powered auf 10 km Kabel. Klingt zunächst mal ziemlich beeindruckend. Aber wie schon geschrieben, allein nur aus irgendwelchen Datenangaben kann scheinbar recht wenig auf die Eignung für Detektoren geschlossen werden.

Die Trafo-Geschichten werden ja immer besser Wink. Nachdem Leuchtstoffröhren-Trafos, Zeilentrafos als Basismaterial, Mikrowellen-Trafos, und sowas http://www.crystal-radio.eu/entrafounit1.htm kamen. Ich bin gespannt auf einen Erfahrungsbericht.

Der Link http://avsimservices.com/SPP.htm tut es bei mir nicht.

@Jochen, welcher Typ Kapsel ist das genau im Prüfhörer / Deinem Selbstbau-Headset? Obwohl ich nicht glaube, dass man die direkt bei Hosiden Besson billiger bekäme. Aber man könnte bei Anfragen genauer spezifizieren. Ich kann die trotz der guten Fotos dem Besson-Prospekt nicht zuordnen.

Jochen selbst hat die Kapseln bezogen, aber auch den Hörer empfohlen, der ist die angegebene Test-Schaltung, wenn ich mich nicht irre.

Es bleibt spannend,
Mike.
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DB4IW



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PostPosted: Tue Mar 03, 2009 8:28 am    Post subject: Reply with quote

Gerd wrote:
Wenn er wirklich für 7,5KV gewickelt ist, dann hast Du da etwa 2-3KH zu erwarten, und damit sogar einen guten Frequenzgang. Zumindest nach unten hin. Dei Streuung wird nach oben sicher spürbar begrenzen, mit geschätzt einigen zehn H Streuinduktivität. Aber für sehr hochohmige Quellen sollte es gehen

Zur Gewinnung von Kupferlackdraht sind diese alten Trafos eher nicht brauchbar. Der Lack ist erfahrungsgemäß derart spröde, daß er schon beim Abwickeln reißen und u.U. sogar abplatzen wird. Die Risse allein sprechen schon gegen eine Wiederverwendung derart vorgeschädigten Drahtes in einem Trafo.


Hallo Gerd,

ja, wird einfach mal ausprobiert. Hoffentlich ist der Trafo nicht so versifft, wie er aussieht Shocked Very Happy Da ist wohl wohl erst einmal vorsichtiges Reinigen angesagt.

Zum Trafowickeln wollte ich den Draht eh nicht nehmen, denn Trafos wickle ich nicht, die kaufe ich, weil ich nicht so weit zählen kann Wink .

Wie streng da die Sitten sind, habe ich voriges Jahr erfahren. Da bot ein Trafo- und Ankerwickler aus der Gegend von Bremen für kleines Geld Kupferlackdraht in der Bucht an. Bei einem Brand hatte nach seinen Angaben die Feuerwehr in einer anderen Ecke der Lagerhalle mit Löschschaum gearbeitet. Das Risiko, dass dabei sein CuL-Draht etwas von aggressiven Dämpfen abbekommen haben könnte, auch wenn der Schaum nicht bis zu den Rollen gekommen sei, sei ihm zu groß gewesen, schrieb er, um den Draht noch auf Trafos oder Anker zu wickeln. Ich habe für kleines Geld einen an die 9 kg schweren Ring CuL 2,0 mm, also 6,28 qmm Querschnitt, ergattert. Optisch ist der absolut einwandfrei, keinerlei Spur einer Beeinträchtigung oder Verunreinigung.

Vom Gewicht habe ich mir ausgerechnet, dass es über 150 m sein müssen. Für freitragende Luftspulen ist der Draht sicher noch sehr gut geeignet. Auch an eine MW-Rahmenantenne habe ich gedacht, da würden aber bei einem Quadrat von 1 m x 1 m und 9 Windungen schon über 2 Kilo Kupfer zusammenkommen - bei immerhin aber nur 200 mOhm Gleichstromwiderstand! Das verspricht hohe Güte. Die Konstruktuion müsste gut durchdacht sein, weil ich mindestens etwa 2 cm Wicklungsabstand einhalten müsste, damit die Eigenresonanzfrequenz über 1700 kHz bleibt.

Der langen Rede kurzer Sinn: Man kann mit CuL nicht nur Trafos wickeln Wink Aber in Bezug auf das mutmaßlich spröde Zeugs auf dem HV-Trafo hast Du ganz sicher Recht. Wenn's als AÜ nix wird, dann trage ich ihn am besten zu meinem Nachbarn Hermann hinüber, der ist Schrotthändler.
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PostPosted: Tue Mar 03, 2009 8:38 am    Post subject: Reply with quote

Mike wrote:
Diese Bergbau Geschichte (FHF) verspricht sound powered auf 10 km Kabel. Klingt zunächst mal ziemlich beeindruckend. Aber wie schon geschrieben, allein nur aus irgendwelchen Datenangaben kann scheinbar recht wenig auf die Eignung für Detektoren geschlossen werden.

Der Link http://avsimservices.com/SPP.htm tut es bei mir nicht.


Hallo Mike,

ich habe gestern sogar irgendwo etwas von 50 km SP-Reichweite gelesen, habe aber bei den vielen Seiten, die ich angeschaut habe, leider vergessen, wo es war. Ist aber auch egal, denn vergleichbar sind solche Angaben sicher nicht, da ja keinerlei Rahmenbedingungen genannt sind.

Bei mir tut es der Link auch nicht Sad Embarassed Den hatte ich gestern aber so, wie er dort steht, aus der URL-Zeile des Browsers kopiert. Leider weiß ich auch gar nicht mehr, was das gewesen sein könnte, denn ich habe mindestens anderthalb Stunden im Netz den SP-Kapseln hinterhergesurft. Wir müssen also warten, bis jemand zufällig den richtigen Link wieder findet. Wink
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PostPosted: Tue Mar 03, 2009 8:45 am    Post subject: Reply with quote

Gerd wrote:
Wenn er wirklich für 7,5KV gewickelt ist, dann hast Du da etwa 2-3KH zu erwarten, und damit sogar einen guten Frequenzgang. Zumindest nach unten hin. Dei Streuung wird nach oben sicher spürbar begrenzen, mit geschätzt einigen zehn H Streuinduktivität. Aber für sehr hochohmige Quellen sollte es gehen.


Eine Frage habe ich noch vergessen, Gerd. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, bist Du mit Deiner Firma doch aus den Ruinen von Görler entstanden - oder? Alte Datenblätter hast Du da wohl nicht "geerbt"? Dieser Trafo stammt laut Angaben des Verkäufers aus einem Strahlenmessgerät der fünfziger Jahre ...
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73 de Fritz

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Fritz * DB4IW * Wertheim am Main / JN49ss
SWL since 1963 * Radio amateur since 1976
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