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PostPosted: Sun Apr 05, 2009 8:18 am 
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Joined: Sat Oct 13, 2007 1:46 pm
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Hallo Jochen,
sehr schönes Bild! Hast du einen Makro-Vorsatz an deiner Kamera?
Das ist schon eine kleine Enttäuschung, wobei ich am kritischsten
die relativ dicke doppelte Blechzunge sehe. Diese Masse muß man
erst mal in Bewegegung setzen. Das sagt zwar nichts über den
Wirkungsgrad des Systems aus, aber es bedingt einen kleinen Hub,
der zur Umwandlung in Luftschall eine mechanische Übersetzung
bräuchte, aber das ist eher theoretisch.
Diese Relais gab es auch mit mittiger Ruhelage und einseitiger
Ruhelage. Außerdem als empfindliche Emfangsrelais mit
2 Aw oder als Senderelais mit geringerer Empfindlichkeit.
Wie diese unterschiedlichen Eigenschaften hingetrimmt wurden,
ist mir nicht bekannt, habe auch nie darüber nachgedacht.
Augenfällige Unterschiede sind es nicht.
Wie ist das bei deinem Relais, wenn du die Kontaktschrauben
ganz zurückdrehst? Schlägt dann der Anker auf einer Seite
an?
Übrigens: die Anordnung der drei Federn auf der Kontaktseite
sind sog. "Reibefedern", sie sind entscheidend wichtig, um
das Prellen zu dämpfen. Wenn also bei deinem Versuch das
Relais an einem Kontakt anlag, dann tritt diese Dämpfung ein.
Insofern habe ich noch Hoffnung, mit einem mittig justierten
Relais etwas zu erreichen.

Die höchste Arbeitsfrequenz ist übrigens mit 200 Hz angegeben,
was bedingt, daß Eigenresonanz deutlich höher liegen müßte.
Ich hab mir vor Jahren mal einige dieser Relais in Ebay geschossen,
die muß ich mal aus den Umzugsschachteln herraussuchen.
Gruß
Georg


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PostPosted: Sun Apr 05, 2009 11:05 am 
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Joined: Thu Mar 19, 2009 5:39 pm
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Hallo Jochen,
die Telegrafenrelais (mit Mittelstellung des Ankers) wurden für die Fernschreibtechnik gebaut. Sie wurden in den Fernschreibanschlussgeräten eingebaut. Hier setzten sie mit ihren Kontakten das 20mA Stromsignal des Fernschreibers über ihre Kontakte in zwei Tonfrequenzen 1260Hz/1620Hz (Trenn- u. Zeichenfrequenz) um. Diese beiden Frequenzen konnten dann wie die NF eines Telefons weiter übertragen werden.
Die Arbeitsfrequenz war 50Baud (Zeichen pro Sek). Ich habe diese Relais bei der Bundeswehr noch selber in der Instandsetzung justiert.
Für unsere Zwecke (Frequenz) wohl nicht so ganz geeignet . . .

Entschuldigt, ich will hier nicht klugschei. . . aber da kommen noch so Erinnerungen auf.

Grüße

Johannes


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PostPosted: Sun Apr 05, 2009 12:45 pm 
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Joined: Thu Nov 08, 2007 2:49 pm
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Hallo Georg, Johannes und alle

Danke danke, das Photo gelang auf Anhieb, meine Liebste hat eine neue Kamera (Fuji S1000), mit der kann man sehr nah herangehen. Ich müsste sie nur noch richtig bedienen können, daher das Bild in schwarz/weiß.

Der Anker erscheint mir auch zu schwer ist, der Antrieb wird etwas träge sein. Die Luftspalten sind fast 1mm groß, auch ziemlich viel. Ein großes Hindernis ist m.E. die starke Nichtlinearität. Die beiden Permanentmagnetpole, die zwischen dem Bügel, der die Torsionsteilchen der Blattfeder hält, und dem Kontaktsatz liegen, ziehen die Kontakte ja fest in eine der beiden Ruhelagen. Das System ist sicher schwierig zu modifizieren, der Dauermagnet ist fest im Druckgussrahmen eingelassen, es sieht aus wie eingegossen. Ich habe keine Vorstellung, wie man diese Schnappmatik so einfach ändern könnte.

Wie gesagt, ich habe nichts verstellt oder geändert. Zum Einen aus Respekt vor diesem kleinen Wunderwerk, zum Anderen weil ich das Relais irgendwann noch als solches benutzen möchte.
Es kann gut sein, das der Anker am Joch anschlägt, wenn man die Kontakre ganz zurück stellt. Möglicherweise bleibt er dort durch da Magnetfeld kleben, vielleicht aber auch nicht. Im Bereich des Luftspalts sind die beiden Ankerteile und die Blattfeder mit Messingnieten zusammengehalten. Die Nieten könnten ein Festpappen verhindern.


Klugscheißerei ? Auf keinen Fall, im Gegenteil, es ist doch sehr interessant, über diese historische Technik etwas zu erfahren. Und Telex gehört im weiteren Sinne ja auch zu unserem Thema.


Sei es drum, meine anfängliche Euphorie ist erstmal schwer unter die "Reibefedern" geraten :)

Beste Grüße

Jochen


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PostPosted: Sun Apr 05, 2009 3:10 pm 
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Joined: Fri Aug 17, 2007 7:26 am
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Location: Wertheim/Germany - JN49ss
Ich könnte mir irgendwo hineinbeißen, dass ich vor Jahren mein ganzes Equipment weggegeben habe - Weniges habe ich verkauft, das meiste verschenkt. Dazu gehörten auch zwei Fernschreiber, ein Siemens T68d und ein T100, mit denen ich in der vorelektronischen Zeit Amateurfunk-RTTY gemacht habe. Meine Güte, war das ein Geratter, wenn am Wochenende RTTY-Contest war! Da musste ich Wochen vorher bei meiner XYL einen Antrag stellen, dass am Context-Wochenende gerattert werden durfte. Als ich mir mein erstes elektronisches RTTY-Terminal von HAL kaufte, war das eine Erlösung für die Familie :D An Telegraphenrelais kann ich mich nicht mehr konkret erinnern, wohl aber an den Linienstrom von 20 mA, für den ich mir eine Konstantstromquelle gebaut hatte.

Das Foto von Jochens Telegraphenrelais lässt bei mir den Verdacht aufkommen, dass es sich um denselben Kontaktsatz handelt, der für den Selbstbau von elektronischen Morsetasten vorzugsweise verwendet wird und deshalb gesucht ist.

_________________
73 de Fritz

--
<b>Radio geht ins Ohr, Fernsehen ins Auge.</b>
<i>Robert Lembke (1913-1989)</i>

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PostPosted: Sun Apr 05, 2009 4:28 pm 
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Joined: Sat Oct 13, 2007 1:46 pm
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Hallo Alle,
@ Johannes,
alle diese Telegraphenrelais, unabhängig von der Justierung,
dienten fast ausschließlich in der Fernschreibtechnik.
Der häufigste Einsatz von den bistabilen Relais dürfte
übrigens als Umsetzer von Doppelstrom TW33 auf
Einfachstrom für den FS in den Fernschaltgeräten gewesen sein.
Das einzige solcher Relais in meiner Erfahrung, das nicht
für Fernschreiberei diente, war als Meßzerhacker in einem
Siemens Kompensationschreiber aus den 50ern eingebaut.
Die Dinger waren sch.....teuer, demgemäß sah man sie bei der
Post und Siemens.
@ Jochen,
das ist klar, so ein Stück zerlegt man nicht, jedenfalls
würde ich das nicht fertig bekommen.
Wie ich schon sagte, ich hab mal einen größeren Posten
bei Ebay geschossen, wenn ich die gefunden habe,
kann ich ohne Gewissensbisse einen riskieren.
Gruß
Georg


Last edited by Georg on Sun Apr 05, 2009 5:05 pm, edited 2 times in total.

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PostPosted: Sun Apr 05, 2009 4:42 pm 
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Joined: Thu Nov 08, 2007 2:49 pm
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Location: D-Köln
Georg, Du verstehst das. Ich habe nur zwei von den Dingern und werde sie sorgsam hüten.

Hier noch ein detailierteres Photo, diesesmal in Farbe:

Image

telegraphische Grüße

Jochen


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PostPosted: Mon Apr 06, 2009 8:42 am 
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Joined: Thu Jul 19, 2007 4:02 pm
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Hallo,

ich denke auch, die eher mäßigen zu erwartenden Ergebnisse rechtfertigen das Zerlegen dieser Kunstwerke keinesfalls.

Dann sollte man schon eher überlegen, ob man irgendwie an dünnen Federstahl herankommt, und die alten Magnethörer mit neuen Membranen ausstattet. Dünnes µ-Metall sollte sich auch auftreiben lassen, so daß man die Membran ähnlich wie in den Central Armatures bauen kann. Deren Magnetsystem ist ähnlich stark, so daß das durchaus eine Verbesserung bringen kann.


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PostPosted: Mon Apr 06, 2009 10:59 am 
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Joined: Thu Mar 19, 2009 5:39 pm
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Location: Bocholt Germany
Hallo Gerd, Hallo Jochen

immerhin die Kontakte sind vergoldet. Eine gute Geldanlage in diesen schlechten Zeiten für Aktien.

Spaß beiseite aber für Morsetasten natürlich bestens geeignet. Leider kann ich nicht morsen. . .


Johannes


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PostPosted: Wed Apr 15, 2009 1:53 am 
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Joined: Sat Aug 18, 2007 8:52 pm
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Hi Broesel and others,
Here is a picture of Australian STC phone earpiece 'dismembered'.
DC = 20ohms, Z = ~135-150ohms.
Large one is 46mm diam. Small one is 39mm.
Large one (4T) is louder than small one (3T).
Image


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PostPosted: Fri Apr 24, 2009 12:31 pm 
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Joined: Thu Jul 19, 2007 4:02 pm
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Location: Germany
Hallo,

Golfguru the ripper :wink:

The copper wire was stolen! You can not repair without this....

so langsam kommt ja einiges hier zusammen.

Neu bei mir ist ein englischer Kopfhörer. Äußerlich ziemlich billig gemacht, leichter Aufbau, Plastik, und recht starres Kabel mit einem 6-poligen ! Klinkenstecker. Hab leider vergessen, den zu fotoknipsen..

Aber das Innenleben läßt Freude aufkommen:

Image

Sieht den Racal rocking armatures sehr sehr ähnlich, es fehlt lediglich die vordere grüne Abdeckung:

Image

Diese fehlende Abdeckung ist aber kein Problem, die wird einfach durch die Abdeckung der Hörermuscheln ersetzt. Zur Abdichtung liegt da ein Nullring drin, mit den Schrauben wird das zusammengedrückt und die Kapsel in dem Hörer festgespannt:

Image

Das wirkt m Ende genauso wie die grün eloxierte Abdeckung als eine art Kompressionskammer.

Bin mal gespannt, wie die Teile gehen. Sie sind mit 600 Ohm deutlich hochohmiger als die Racals..

Gruß Gerd


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PostPosted: Sat May 30, 2009 9:52 pm 
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Joined: Mon Apr 07, 2008 6:03 pm
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Hallo,
bin jetzt endlich auch mal wieder zum Thema Kopfhörer/Hörkapseln gekommen. Ich hatte mir in letzter Zeit zwei Sachen kommen lassen - einmal die schon von Gerd vorgestellten Racal 27187-Kapseln, außerdem hatte ich bei Oppermann folgendes Schäppchen für 1,46 € / Stück entdeckt:
Quote:
Ringankerhörkapsel speziell entwickelt für Schwerhörige, enorm lautstark, da aufwendiger Auf-bau, Doppelspule und Ferrit-Doppelringmagnet, Spezial-Plastikmembran. Gleichstromwiderstand 45 Ohm . Typ RAHK 6014


Letztgenannte Teile sehen so aus:
Image

Nach Einbau in die altbekannten Gehörschützer ergibt sich dann folgende Neudefinition der "Marke Rote Ohren" ;)
Image

Obwohl dieser Aufbau schon einiges komfortabler ist als historische Hörer mit Bakelit-Muscheln, ist es trotzdem noch nicht die wirkliche Offenbarung. Darum habe ich für die Racal-Kapseln eine andere Möglichkeit gesucht und in einem bekannten Elektronikmarkt in Form in China fabrizierter DJ-Kopfhörer gefunden, die im Preis mit 13 Euronen nicht viel anders als die Gehörschützer in hiesigen Baumärkten lagen:
Image

Der Originalklang war übrigens bescheiden, als DJ würde ich die Dinger nicht nehmen. Um die originalen Hörelemente (natürlich nicht wechselbar) zu "entfernen", waren etwas rabiatere Maßnahmen nötig:
Image

Interessanterweise hatte das Hörelement die Opration überlebt, der Klang hatte sich aber trotzdem nicht verbessert :(
Image

Jetzt zeigte sich, daß ich ziemliches Glück hatte bzw. recht gut geschätzt hatte - die Racal-Kapseln paßten schon fast. Nach dem Austausch der Trennscheibe gegen einen Schleifkopf ließ sich aber auch dieses Problem zur Zufriedenheit lösen:
Image

Nach einem ersten Test nach dem Zusammenbau kam mir als letzte Maßnahme noch in den Sinn, daß es sicher nicht schadet, noch ein paar Maßnahmen zur Abdichtung zu ergreifen. Vom letzten Lautsprecherbauprojekt hatte ich noch etliche Meter Lautsprecherdichtband übrig. Es stellte sich heraus, daß es auch bei Kopfhörern eine sehr sinnvolle Verwendung finden kann:
Image

Damit hatte ich nun zwei weitere Kopfhörer im Rennen. Wie schlugen sich nun diese beiden Selbstbauten - im Großen und Ganzen gar nicht so schlecht! Ich habe zwar auch einige Messungen nach Jochens Vorbild gemacht, allerdings fehlen mir die Impedanzmessungen dazu. Daher beschränke ich mich erstmal auf den verbalen Vergleich - an meine Dynalec SP Phones mit USI 1611 - Elementen (bei Jochen auf Platz 3) kommen die Eigenbauten klar nicht heran. Meinen Baldwin Type C machen aber beide gut Konkurrenz und sind im Gebrauch quasi gleichwertig. Im Unterschied zu den Baldwins sind aber beide Kapseln im Klang deutlich heller, wobei die RAHK etwas unangenehmer liegen als die Racal. Meine Kristallstöpsel und die Piezo's von Dave werden klar geschlagen, von meinen vermutlich chinesischen Militärkopfhörern und den anderen Magnetkopfhörern ganz zu schweigen.

Fazit: die Soundpowered Phones sind eine Liga für sich, die aber auch entsprechend kostet. Mit den Oppermann-Elementen bekommt man meiner Meinung nach das beste Preis-/Leistungsverhältnis für den Eigenbau gut brauchbarer Kopfhörer für Detektorempfänger. Die Racal-Kapseln sind deutlich kleiner, damit konnte ich bisher meine komfortabelsten Hörer für einen Detektorempfänger zusammenbauen - noch dazu mit guter Empfindlichkeit und passablem Klang.

Brösel


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PostPosted: Sun May 31, 2009 5:41 pm 
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Joined: Mon Apr 07, 2008 6:03 pm
Posts: 375
Location: Villach, Austria
Manchmal sind Suchmaschinen richtig hilfreich. Zumindest habe ich auf diese Art ein recht nützliches Programm gefunden, welches mit Hilfe der Soundkarte Impedanzmessungen erlaubt:
http://www.fesb.hr/~mateljan/arta/

Nach der Installation finden sich drei Einträge, wovon LIMP der mich interessierende war. Eigentlich wurde das Programm für Impedanzmessungen an Lautsprechern gemacht, aber Kopfhörer sind nun auch nicht so sehr anders. Das Prinzip ist recht einfach - von der Soundkarte wird das Signal über einen Widerstand auf den Schallwandler gegeben und die Spannungen werden vor und nach dem Widerstand gemessen. Kein Problem, wenn die Soundkarte zweikanaltauglich ist was wohl der Normalfall sein sollte:
Image

Das Programm ist eine voll nutzbare Shareware, allerdings ist das Abspeichern von Konfigurationen etc. nur in der registrierten Vollversion möglich. Mir hat die Shareware gereicht, nach einer einfachen Kalibrierung habe ich ein paar Testmessungen an ein paar Kondensatoren und Spulen gemacht. Das Ergebnis hat halbwegs gepaßt, Wunder an Exaktheit hatte ich sowieso nicht erwartet. Dann kamen meine Kopfhörer dran. Für die Dynalec mit zwei in Serie geschalteten UA1611-Elementen sah das Ergebnis wie folgt aus:
Image

Mit Hilfe des Kursors kann man zur interesierenden Frequenz fahren und sich dort dann die Werte für R und L ausgeben lassen, mit denen ich dannw eiter gerechnet habe. Vorher aber noch ein zweiter Verlauf, diesmal für zwei in Serie geschaltete Racal-Kapseln von Gerd, er hat die Teile schonmal vermessen. Hier wäre jetzt eine Bewertung interessant; leider habe ich keine wirkliche Vergleichsmöglichkeit zur Einschätzung der Softwaretauglichkeit:
Image

Damit konnte ich dann meine Ergebnisse vom "Hörtest" weiterverarbeiten. Der Hörtest selbst fand unter günstigeren Bedingungen als bei Jochen statt - keine laut zwitschernde Tierwelt, kein Nachfeierstreß für die Ohren, eigentlich gab es außer dem (leisen) Rechnerlüfter keine Störgeräusche weiter. Ich habe das Signal genommen, wo ich mir sicher war den Ton (1kHz) gerade so zu hören. Für reales Hören am Detektor wäre die Signalstärke sicher zu gering, um wirklich etwas zu verstehen! Außerdem ist die Messung bei nur einer Frequenz vermutlich auch noch nicht die ganze Wahrheit. Letztendlich bestätigen die Ergebnisse der Messungen zumindest meine verbale Zusammenfassung von gestern ganz gut:

Image

Die Soundpowered Phones liegen klar vorn, der chinesische Magnetkopfhörer liegt erwartungsgemäß hinten. Meine anderen drei Exemplare liegen recht eng zusammen, wobei die Racal hier die Nase vorn haben. Beim normalen Gebrauch merke ich zwischen den Dreien eigentlich kaum einen Unterschied.

Brösel


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PostPosted: Fri Jun 26, 2009 8:31 pm 
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Joined: Fri Apr 03, 2009 7:28 pm
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Location: Germany Lower Saxony
Hallo,

ich bin nach wie vor begeistert von diesem LIMP Programm.
Allerdings sollte man bei zu erwartenden Impedanzen über 15KOhm vorsichtig sein um nicht "Fahrkarten" zu messen.
Ich habe z.B. den Überformer mit der 200KOhm Wicklung "gemessen" und wurde stutzig weil die Kurve nur Werte um 25KOhm anzeigte.
Auch wenn ich den Messwiderstand (Shunt) auf den Softwaremäßig maximal einstellbaren Widerstand von 100KOhm erhöhte zeigte ein normaler 220KOhm Widerstand als Prüfling nur ca. 25KOhm an.

Mit freundlichen Grüßen,

Christian


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PostPosted: Wed Jul 01, 2009 11:00 am 
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Joined: Mon Apr 07, 2008 6:03 pm
Posts: 375
Location: Villach, Austria
Hallo,
ich find' das Programm auch gut brauchbar, habe mir letztens an einem der vielen Regentage die "Außenbeschaltung" in eine kleine Plastebox gesetzt und noch den Kalibrierschalter vorgesehen.
Bei größeren Impedanzen hatte ich allerdings ähnliche Ergebnisse bekommen; ich denke mal, daß das Programm einfach nicht für den Bereich gemacht wurde - Lautsprecher sind ja nicht so hochohmig ;)

Schöne Grüße
Brösel


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PostPosted: Sun Sep 06, 2009 10:17 pm 
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Joined: Wed Aug 12, 2009 8:02 am
Posts: 43
Location: Ranshofen - AUSTRIA
Hallo Detektorfreunde!

Im Thread „Auktionsalarm“ habe ich ein Sound Powered Headset aus den USA, Made in China, propagiert und mir auf Grund des rel. niedrig erscheinenden Auktionspreises auch Eines gesichert. Im Beitragstitel „Kristallhörer sicher kontaktieren“ habe ich über die wiederinstandgesetzte Leistungsfähigkeit der Taiwan-Kristalhörer berichtet, konnte aber zu diesem Zeitpunkt noch keine konkreten Aussagen über deren Empfindlichkeit treffen.
An Hand der von Jochen vorgestellten Prüfschaltung versuchte auch ich die Empfindlichkeit meiner Hörer aufzunehmen.
In nachfolgender Auflistung sind die Ergebnisse meiner Messungen ersichtlich. Als Signalgenerator stand mir ein ELV MFG9001 zur Verfügung. Gemessen wurde je eine Kapsel bei 1khz Sinus:

1.) Taiwan Kristallhörer, Z = 12 kOhm, Hörschwelle bei 2,8 EXP-14 VA
2.) RFT- Militär Kopfhörer, Z = 6,3 kOhm, Hörschwelle bei 6,3 EXP-14 VA
3.) Sennheiser HD414, Z = 1,8 kOhm, Hörschwelle bei 8,5 EXP-14 VA
4.) China SP-Headset, Z = 330 Ohm, Hörschwelle bei 1,6 EXP-13 VA
5.) Siemens Messhörer, Z = 820 Ohm, Hörschwelle bei 9,7 EXP-13 VA

Mir ist bewusst, dass es sich hierbei um rein subjektive Erkenntnisse handelt, ein Vergleich mit eueren Ergebnissen ist also nicht zulässig. Trotzdem scheint es so, als ob ich mit meinen 34 Jahren noch die Flöhe husten höre.
Widererwarten sind die billigen Taiwan Kristallhörer klar an der Spitze. Meine Chinesen-Sound –Powered-Ohrenwärmer haben mich gegen meinen Erwartungen gründlich enttäuscht. Von denen hätte ich mir ehrlich gesagt etwas mehr erwartet. Entweder habe ich gröbere Fehler in meinen Messungen und Berechnungen begangen, oder meine Kristallhörer sind (mein) das Nonplusultra. Letzteres kann ich einfach nicht glauben.

An dieser Stelle stellen sich mir mehr Fragen als Antworten. Es bleibt mir also nichts Anderes übrig, als bei Gerd eine kleine Bestellung auszulösen. Letztendlich wird es mir dann erst möglich sein, über die Empfindlichkeit von SP-Kapseln urteilen zu können. Ich wollte mir schon immer einen ordentlichen Übertrager für meine Detektorgeräte gönnen, da sollten auch ein Paar RACAL-Kapseln das Kraut nicht fett machen.

Bis bald, Gruß

Markus


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